Camelia – Schauspielerportrait


Über mein Shooting mit Camelia, Schauspielerportraits, mein neues METROPOLIS Projekt und warum man neue Wege gehen soll.

Verdammt, eigentlich will ich im Sommer in der Natur fotografieren. Sinnliche Fotos im abendlichen Gegenlicht in Feldern und Hügel machen. Mit dem Model in der Bruthitze in den kühlen Wald mit Farnen übersähten Böden flüchten. Aktaufnahmen in Felslandschaften der Alpen inszinieren in der kurzen Zeit, in der das bei warmen Temperaturen möglich ist.

Aber als ich im Frühjahr mein Portfolio betrachtete fiel mir auf, wie eintönig es gerade daherkommt. Jep, sinnliche Sommerfotos. Jedenfalls von denen, die sich leicht planen und durchführen lassen. Aufwändigere Projekte, die Vorbereitung erfordern? War in den letzten Jahren zu wenig Zeit für Planung. Und mir wurde klar, dass es auch dieses Jahr (noch) nix werden würde weil ich ein anderes großes Projekt für den Herbst noch planen musste, dass alle Resourcen abziehen würde. Also wieder was ähnliches wie letzten Sommer und den davor? Och nö!

Aber ganz ohne Shootings durch den Sommer? No way!

Camelia kam wie gerufen. Sie arbeitet nebenbei als Schauspielerin in München, brauchte eine Auffrischung ihrer Schauspielersedcard und hatte meine Arbeiten mit Sarah gesehen. Schauspielerportraits sollen möglichst natürlich und authentisch wirken, also keine aufwändige Beautyretusche. Schön, denn die langen Sommerabende verbringe ich lieber mit Freunden als mit Photoshop! Und ich konnte nebenbei ein Projekt reaktivieren, dass mir seit längerme im Kopf rumspuckte, und dass ich METROPOLIS nenne. Portraits, Fashion und Lifestyle in einer futuristischen Stadtumgebung.

Ich traf mich mit Camelia an einem brütend heißen Augusttag (an dem natürlich keine S-Bahn fuhr, danke MVV!!) im Münchner Westen und wir testeten einige ganz gegensätzliche Lokations und Stimmungen. Ich find’s sehr spannend mit Schauspielern zu arbeiten die ja von Berufs wegen ein ganzen Repertoire von Mimiken und Stimmungen abrufen können, andererseits aber gewohnt sind zu agieren und nicht eine Stimmung quasi einfrieren zu müssen bis der Fotograf sein dazu passendes Bild im Kasten hat.

Es wurde ein anstrengender aber schöner und lohnender Nachmittag. Und ich habe en passant neue Ideen und auch Lokations gefunden um METROPOLIS dieses und nächstes Jahr fortzuführen. Einige davon sind auch schon in zwei weiteren Shootings eingeflossen.

Aber das wird eine andere Blogstory!