Back to the Sixties … Praxistest Micro Nikkor 60mm F 2.8


Nach langer Zeit – fast 3 Jahren – gibt es mal wieder technischen Zuwachs bei meinem DSLR Equipment. Seitdem ich auf Vollformat umgestiegen bin, habe ich – neben leichteren Linsen – eigentlich nur eines vermißt: Ein weitwinkeliges Makro. In meiner APS-C Zeit hatte ich mein heißgeliebtes Tokina 35 mm F2.8 fast ständig drauf wenn es um Makros ging – der ’nah dran‘ Effekt und die Plastizität der Bilder ist bei Weitwinkel einfach besser ausgeprägt als bei den längeren ‚Teletüten‘.


Lange hatte ich mich mit der Entscheidung rumgequält, obwohl die Auswahl nicht wirklich groß ist – wahrscheinlich auch, weil mein Fokus in den letzten Jahren mehr auf Portrait- und Aktfotografie gelegt war. Aber nun ist es da, das Micro Nikkor 60 mm F2.8 – nicht so weitwinkelig wie das Tokina, selbst beim Einbeziehung des Crop-Faktors, aber immerhin deutlich besser als die 90-100 mm Linsen der Standard-Makros!

Die ersten Aufnahmen entstanden auf einem Tagesausflug am Ammersee vor einigen Tagen:

Stegen, Ammersee, März 2015

Stegen, Ammersee, März 2015

Stegen, Ammersee, März 2015

Stegen, Ammersee, März 2015

Stegen, Ammersee, März 2015

Stegen, Ammersee, März 2015

Die Schärfe ist beeindruckend, das Bokeh für ein Weitwinkelmakro butterweich, ohne die heute so oft sichtbaren Zwiebelringe. Sehr angenehm finde ich auch den Fokusring – er ist breit und auch von der Gangweite gut handhabbar. Viele der gezeigten Bilder hier wurden manuell fokussiert.

Auch als Standardobjektiv ist es gut zu benutzen, wenngleich vom Blickwinkel schon etwas im Telebereich … aber Schärfe und Kontraste passen.

Stegen, Ammersee, März 2016

Stegen, Ammersee, März 2016

Gleiches dürfte auch für Portraits gelten, denn soweit ich feststellen konnte ist es bereits bei F2.8 ausgesprochen scharf in den portrait-relevanten Bildbereichen. Hier steht ein Test aber noch aus … wird sich ändern ;-).

Sehr angenehm auch das Verhalten im Gegenlicht: Keine wirklich massiven Blendenflecke oder Flares:

Stegen, Ammersee, März 2016

Stegen, Ammersee, März 2016

Fazit? Ich bin sehr begeistert! Für das was es kostet liefert das Nikkor exzellente Ergebnisse. Mehr davon dürften Ihr in naher Zukunft in der ‚Makro‘-Sektion meiner Galerien auftauchen.